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Verkehrschaos in Uznach: Vier Spuren reichen nicht – neue Lösungen dringend gesucht

Die Gemeinde beauftragt Verkehrsplanungsbüro – Bevölkerung soll im Sommer in Workshop einbezogen werden

Stau auf der Hauptstrasse in Uznach
Foto: Linth Zeitung / J. Kaufmann, 29.3.2025

Uznach, 30. März 2025 – Uznach steht im Stau. Täglich wälzen sich Hunderte von Fahrzeugen durch das Städtli, vor allem zu Stosszeiten geht gar nichts mehr. Die bestehende Verkehrsinfrastruktur, inklusive der vier Fahrspuren durch das Ortszentrum, stösst längst an ihre Grenzen. Die Gemeinde hat nun die Brenner und Partner AG, ein renommiertes Verkehrsplanungsbüro, mit der Ausarbeitung neuer Lösungsansätze beauftragt.

Gemeindepräsident Andreas Meier zeigt sich besorgt: "Wir sehen es täglich – die Belastung durch den Durchgangsverkehr ist enorm. Das beeinträchtigt nicht nur den Verkehrsfluss, sondern auch die Lebensqualität im Zentrum. Wir brauchen dringend zukunftsfähige Konzepte."

Pendlerströme, Schwerverkehr und Ortsdurchfahrt

Uznach liegt strategisch zwischen Zürichsee, Glarnerland und dem Linthgebiet – was einerseits Chancen bringt, andererseits aber zu einem hohen Verkehrsaufkommen führt. Neben dem regionalen Verkehr und Pendlern sorgen auch Lastwagen für Stau, Lärm und Emissionen. Die vier Spuren durch das Zentrum, einst als Lösung gedacht, wirken heute eher wie ein Flaschenhals.

"Die Verkehrssituation ist nicht mehr zeitgemäss – wir müssen den Verkehr lenken, nicht nur führen," sagt Sarah Brenner, Geschäftsführerin der Brenner und Partner AG. Das Planungsbüro analysiert derzeit sämtliche Verkehrsströme in und um Uznach und will bis Herbst konkrete Vorschläge präsentieren.

Denkbare Ansätze: Umfahrung, Verkehrsberuhigung und ÖV-Ausbau

Im Raum stehen verschiedene Massnahmen: eine mögliche Umfahrungsstrasse, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie verkehrsberuhigende Massnahmen im Ortszentrum – etwa eine Tempo-30-Zone oder intelligente Lichtsignalanlagen.

"Unsere Aufgabe ist es, ganzheitlich zu denken. Es geht nicht nur darum, mehr Platz für Autos zu schaffen, sondern um Mobilität für alle – auch für Fussgänger, Velofahrer und den Busverkehr," so Brenner.

Bevölkerung wird einbezogen

Die Gemeinde plant, die Bevölkerung im Sommer zu einer Informationsveranstaltung mit Workshop einzuladen. Dort sollen erste Szenarien vorgestellt und Anregungen aus der Bevölkerung aufgenommen werden.

"Das Verkehrsproblem betrifft uns alle – darum ist es wichtig, gemeinsam nach Lösungen zu suchen," betont Gemeindepräsident Meier. Klar ist: Ein "Weiter so" ist keine Option.

Mit der Unterstützung durch Brenner und Partner AG hofft Uznach auf eine Wende – weg vom täglichen Staufrust hin zu einem lebenswerten, funktionierenden Zentrum. Der Weg dahin ist zwar noch offen, doch der erste Schritt ist gemacht.

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