Uznach-Linthfelden, 30. März 2025 – In der neu gegründeten Gemeinde Uznach-Linthfelden, die sich aus mehreren Ortschaften im Linthgebiet formiert hat, stehen die Zeichen auf Aufbruch. Mit einem Pionierprojekt von überregionaler Bedeutung soll entlang des Linthkanals eine völlig neue Siedlung entstehen – modern, nachhaltig und auf die Bedürfnisse der Menschen von heute und morgen ausgerichtet. Für dieses ehrgeizige Vorhaben hat der Bund Investitionen in der Höhe von 300 Millionen Franken bewilligt.
Der Gemeindepräsident Andreas Meier spricht von einem "historischen Moment" für die Region: "Mit der Gründung von Uznach-Linthfelden und dem geplanten Siedlungsbau entlang des Linthkanals schaffen wir die Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Gemeinde. Dieses Projekt ist mehr als nur ein Bauvorhaben – es ist ein Bekenntnis zu Lebensqualität, sozialem Zusammenhalt und ökologischer Verantwortung."

Vision: Wohnen am Wasser – mit Mensch und Natur im Zentrum
Die geplante Siedlung soll ein Vorzeigemodell für menschengerechtes Wohnen werden. Vorgesehen sind energieeffiziente und flexible Wohnformen für alle Generationen, mit einem starken Fokus auf Gemeinschaftsräume, Begegnungszonen und grüne Naherholungsflächen. Der Linthkanal selbst – einst ein technisches Meisterwerk zur Regulierung der Linth – soll dabei als zentrales Element des neuen Quartiers dienen. Spazierwege, Renaturierungsflächen und öffentliche Zugänge zum Wasser schaffen Lebensqualität in unmittelbarer Nähe zur Natur.
"Wir wollen bewusst keine Schlafsiedlung bauen, sondern ein lebendiges, durchmischtes Quartier, in dem man gerne lebt, arbeitet und seine Freizeit verbringt," so Meier weiter. Auch kleinere Gewerbebetriebe, Co-Working-Spaces und Kulturangebote sollen Teil des neuen Konzepts sein.
Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Mobilität
Ein besonderer Fokus liegt auf nachhaltiger Infrastruktur. Die neuen Wohngebäude sollen mit ökologischen Materialien gebaut und nach modernsten Energiestandards betrieben werden. Ein zukunftsgerichtetes Mobilitätskonzept sieht verkehrsberuhigte Zonen, ein dichtes Netz an Fuss- und Velowegen sowie eine optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr vor.
"Unser Ziel ist es, ein Quartier zu schaffen, das den ökologischen Fussabdruck minimiert, aber die Lebensqualität maximiert," erklärt Meier. Auch innovative Energielösungen – etwa mit Photovoltaik, Regenwassernutzung und gemeinschaftlich betriebenen E-Mobilitätsangeboten – sind Bestandteil des Gesamtkonzepts.
Ein Projekt mit Symbolkraft
Dass der Bund 300 Millionen Franken für das Projekt zugesichert hat, unterstreicht die nationale Bedeutung der Siedlung. Der Entscheid fiel nach einer intensiven Planungsphase in Zusammenarbeit mit Raumplanern, Umweltexperten und Architekten. Erste Bauarbeiten sollen im Herbst 2026 beginnen, die ersten Wohnungen könnten ab 2029 bezogen werden.
"Wir stehen erst am Anfang, aber wir spüren den Rückenwind. Die Menschen hier wollen eine positive Entwicklung – und wir haben jetzt die Möglichkeit, diese gemeinsam zu gestalten," sagt Meier abschliessend.
Mit dem Projekt rund um den Linthkanal positioniert sich Uznach-Linthfelden als Modellgemeinde im Herzen des Linthgebiets – ein Ort, wo Tradition und Fortschritt, Natur und Innovation in Einklang gebracht werden.